BfN-Veröffentlichung "Naturschutz im Landeswald"

Das BfN-Skript 542 "Naturschutz im Landeswald - Konzepte, Umsetzung und Perspektiven" fasst die Ergebnisse eines dreijährigen Forschungsvorhabens zusammen, das im Rahmen eines vom BfN mit Mitteln des BMU geförderten Forschungsverbundes der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und der Goethe-Universität Frankfurt mit Beteiligung des European Forest Institute in Bonn unter Leitung von Prof. Georg Winkel und Prof. Hermann Spellmann in enger Kooperation mit den Landesforstbetrieben und -verwaltungen der Länder Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig Holstein erarbeitet wurde.

Ihre Kernergebnisse haben die Autorinnen und Autoren in Schlussfolgerungen zusammengefasst und daraus, soweit möglich, Handlungsempfehlungen für die Politik und die forst- und naturschutzfachliche Praxis abgeleitet. Dazu gehören unter anderem die folgenden Empfehlungen:

- Motivation, Kenntnisse und Handlungsspielräume des praktisch handelnden Forstpersonals bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen im Landeswald sollten stärker genutzt und weiter entwickelt werden.

- Ein effektives Monitoringsystem zum Themenkomplex Naturschutz im Wald sollte entwickelt und umgesetzt werden.

- Die betrieblichen Ziele, Ressourcen und Abläufe sollten zur effizienteren Erreichung von Naturschutzzielen besser und transparenter aufeinander abgestimmt werden.

- Öffentliche Forstbetriebe erbringen im Rahmen ihrer Konzepte erhebliche Leistungen für den Naturschutz. Diese Leistungen sollten als eine Kernaufgabe verstanden und gegenüber der Gesellschaft aktiver vertreten werden.

- Die Kommunikation mit der lokalen Bevölkerung im öffentlichen Wald sollte als wesentliche Möglichkeit genutzt werden, Verständnis für betriebliches Handeln zu erreichen und Belange der Bürger mit in die Bewirtschaftung zu integrieren.

https://efi.int/sites/default/files/files/publication-bank/2019/Winkel_S...

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.